Anfängerfehler

Bericht zur Autorenlesung im KWA Stift Brunneck

Bewohner und Stiftsdirektorin Gisela Hüttis freuten sich sehr auf den Besuch der Jungautorin, denn Andrea Klier arbeitete vor drei Jahren im Bundesfreiwilligendienst in der Tagesbetreuung am Brunneck und so war die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten groß.

 

30. November 2016. - Anfängerfehler ist in doppelter Hinsicht eine Premiere: Andrea Klier wagte erstmals einen Schritt in das Krimi-Genre und veröffentlichte das Buch über Book on Demand erstmals ohne einen Verlag im Rücken.

 

Der Mix aus Kriminalroman und Thriller handelt von Assistenzarzt Frederik, der im Universitätsklinikum einem großen Skandal auf die Spur kommt, der bereits einige Patienten das Leben gekostet hat. Doch bevor Frederik handeln kann, wollen ihn seine kriminellen Kollegen um jeden Preis zum Schweigen bringen. Die Autorin präsentierte den gespannt lauschenden Bewohnern genau diese Schlüsselszene, in der Frederik auf seine skrupellosen Kollegen trifft, und konnte es sich nicht nehmen lassen, an der spannendsten Stelle abzubrechen. „Wie es weitergeht, müssen sie schon selbst herausfinden“, lacht die Autorin.

 

Im Anschluss an die Leseprobe stellt sich Andrea Klier den Fragen ihres Publikums. Die Bewohner wollen neugierig wissen, woher die Autorin ihre Ideen für ihre Bücher nimmt – denn eigentlich ist sie in einem Ingenieurstudiengang eingeschrieben. „Die Ideen sind einfach da, ich muss sie eigentlich nur sortieren und aufschreiben“, überlegt die Autorin und verrät auch gleich Details zu ihrem aktuellen Projekt. „Es wird eine Fortsetzung von Anfängerfehler geben, in der die offenen Fragen aus diesem Krimi geklärt werden.“

 

Den genauen Fortschritt des Projekts sowie alle weiteren Infos zu den Werken von Andrea Klier finden Sie auf www.ar-klier.com.

 

 

Original erschienen am 30.11.2016


Interview mit Annas kleiner Bücherwelt

Stell dich doch einmal kurz vor.

Mein Name ist Andrea Klier und ich habe erst kürzlich meinen ersten Thriller unter dem Pseudonym A.R. Klier veröffentlicht. Ich bin definitiv lese- und schreibsüchtig, verliere mich gerne zwischen den Zeilen, was manchmal im Konflikt mit meinem technischen Studium steht. Da muss ich mich gerade zur Prüfungszeit richtig zügeln und auf die Semesterferien vertrösten.

 

Was hat dich dazu bewegt, Bücher zu schreiben?

Ich habe irgendwann gesagt, so schwer kann es nicht sein, selbst etwas zu aufzuschreiben und mich einfach mit einem Notizbuch hingesetzt und Ideen zu Papier gebracht. Es war einfach ein Versuch, eine Herausforderung und es hat geklappt, das Manuskript von damals ist heute ein vier Bände starkes Werk: Kein Weg Zurück.

 

Wie entwickeln sich deine Ideen zu den Büchern? Wodurch wirst du inspiriert?

Meistens habe ich eine fixe Idee, eine Szene im Kopf und denke erst einmal in Ruhe darüber nach. Eine große Inspiration ist für mich die Musik, die kurbelt den Denkprozess richtig an und lenkt mich dann unbewusst auch in die ein oder andere Richtung. Schreiben ohne Musik wäre für mich gar nicht möglich.

 

Hat sich dein Leben verändert, seitdem du begonnen hast Bücher zu schreiben?

Definitiv, ja. Das Schreiben ist ja nicht gerade ein Hobby, das ich einmal die Woche für eine Stunde ausübe, es begleitet mich auf Schritt und Tritt. Zwar bin ich nicht mit Notizbuch und gezücktem Stift unterwegs, aber unbewusst verarbeite ich Eindrücke aus meinem Alltag in meine Geschichten. Ich darf mich allerdings sehr glücklich schätzen, dass mich meine Familie und mein Umfeld in dieser Hinsicht bestärken und mir auch den nötigen Freiraum gewähren, um mich dieser zeitintensiven Freizeitbeschäftigung widmen zu können.

 

Hast du zwischendurch auch mal Schreibblockaden? Was machst du dagegen?

Wenn ich an einer Stelle nicht weiterkommen, blättere ich ein ganzes Stück im Skript zurück und fange an zu lesen, dadurch lassen sich die meisten Blockaden gut lösen. Sollte das nicht helfen, muss ich den Text erst einmal in Ruhe lassen, sich abzukämpfen bringt meist eh nicht das gewünschte Resultat.

 

Gab es irgendwann mal einen Zeitpunkt, an dem du am liebsten alles über Bord geworfen hättest? Was hat dich dazu bewegt weiter zu schreiben?

Ich habe vor gut einem Jahr eine lange Schreibpause von über einem Jahr beendet. In dieser Zeit war viel im Umbruch und ich hatte weder Ideen noch Zeit für eine Geschichte. Über Bord geworfen habe ich meine Schreiberei damals nicht, vielmehr auf Eis gelegt. Ich glaube, manchmal muss man einfach Abstand nehmen, damit man etwas wieder schätzen und lieben lernt. Dass ich damals wieder angefangen habe zu schreiben war mehr ein spontaner Impuls.

 

Erzähl doch mal etwas zu deinem Buch/deinen Büchern.

Anfängerfehler ist mein erster Thriller und Anfang Oktober 2016 erschienen. Hauptperson ist Assistenzarzt Frederik, der stutzig wird, als einige Patienten hintereinander sterben. Er forscht nach und deckt einen gewaltigen Skandal auf. Als seine kriminellen Kollegen jedoch davon Wind bekommen, wollen sie Frederik um jeden Preis zum Schweigen bringen.

 

Hast du schon ein neues Buch geplant? Magst du uns schon etwas dazu verraten?

Es wird eine Fortsetzung von Anfängerfehler geben, das Grundgerüst steht bereits und muss jetzt ausgearbeitet werden.

 

Welche Bücher liest du ganz Privat? Welches Buch sollte man auf jeden Fall einmal gelesen haben?

Ich bin für rasante Thriller von James Patterson oder Ilkka Remes zu haben, aber auch für Biografien. Das eine Buch, das man auf jeden Fall gelesen haben sollte, habe ich selbst noch nicht gefunden.

 

Hast du das Gefühl, dass dir Rezensionen helfen? Findest du sie sinnvoll?

Rezensionen sind insofern wichtig für mich, dass ich eine Rückmeldung bekomme, was an meinen Ideen und deren Umsetzung funktioniert oder eben nicht. Manche Szenen sind im Kopf perfekt, spannend und richtig fesselnd, auf Papier kommen sie beim Leser einfach nicht an. Die Rückmeldung hilft mir, an mir selbst zu arbeiten und natürlich freue ich mich auch, wenn jemandem das Buch gefallen hat und mir das schreibt.

 

Wie stehst du zu Gewinnspielen? Verlost du auch manchmal eins deiner Bücher?

Gewinnspiele sind grundsätzlich eine gute Idee, ich habe dieses Jahr auch schon selbst eines auf Facebook initiiert. Um die Neuerscheinung richtig zu feiern, läuft ab diesem Wochenende wieder ein Gewinnspiel, schaut einfach auf meine Facebookseite (www.facebook.com/AutorinAndreaKlier).

 

Wie gehst du mit negativer Kritik um?

Negative Kritik muss ja nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, denn eigentlich kann man nur daraus lernen. Der springende Punkt ist der Ton, in dem die Kritik übermittelt wird. Wenn mir jemand sachlich schreibt, warum ihm dieses oder jenes nicht gut gefallen hat, dann habe ich damit weniger ein Problem.

 

Gibt es für dich ein No-Go im Sinne von Büchern oder auch deinen Fans?

Ein No-Go bei Büchern, das ist eine gute Frage. Ich mag keine Gewaltverherrlichungen oder andere Extreme, das reicht, wenn man das in der Zeitung lesen muss. Bei Fans finde ich es schön, wenn sie meine Privatsphäre akzeptieren und nicht aufdringlich jedes kleinste, private Detail aus mir herausquetschen wollen.

 

Hast du Tipps für junge Autoren oder die, die es gerne werden möchten?

So lange bin ich ja auch noch nicht dabei, deswegen kann ich noch nicht viele Tipps geben. Das wichtigste ist eigentlich, dass man an sich glaubt und nicht aufhört, an sich und seinen Texten zu arbeiten, dann wird man seinen Weg finden.

 

Was willst du noch unbedingt an deine Leser los werden? Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich bisher auf meiner Reise begleitet haben und die ich in die Welt meiner Charaktere und Geschichten entführen durfte. Vielen Dank euch allen!

Das Interview ist am 17.11.2016 auf Annas Kleiner Bücherwelt erschienen.


Fragestunde im Autoren_Netzwerk

Hallo Andrea, danke, dass Du Dich unseren Fragen stellst. Anfängerfehler ist Dein erster Thriller, aber Du hast noch eine Serie geschrieben. Worum geht’s da?

In Kein Weg Zurück geht’s mehr um Familienproblematik und eine eher unglückliche Liebe.

 

Welche Autoren könnte man grob Deine „Vorbilder“ nennen?

Ich lese gerne James Patterson oder Ilkka Remes, beim Schreiben orientiere ich mich bewusst aber an keinem Kollegen.

 

SP oder Verlag?

Kein Weg Zurück ist in einem Verlag erschienen, das Verhältnis ist mittlerweile allerdings beendet,  Anfängerfehler ist das Debüt als SP.

 

Du bist in einem Ingenieurstudiengang eingeschrieben, Deine Bücher handeln meist von Medizinern. Wie bist Du auf das Thema gekommen?

Ich wollte ursprünglich Medizin studieren und war dort schon sehr tief in der Materie, ich bin  selbst im Rettungs- und Sanitätsdienst ausgebildet, die Thematik ist also nicht fremd.

 

Dein aktuelles Buch heißt Anfängerfehler – auf welchen Anfängerfehler hättest Du am liebsten verzichtet, so im Rückblick?

Ich hätte nicht den Umweg über einen Verlag gemacht, da bin ich leider auf einen Pseudoverlag reingefallen.

 

Das ist sehr ärgerlich – und die Erstlinge sind jetzt definitiv Geschichte, oder hast Du da noch eine Vision  im Hinterkopf?

Ich habe im erweiterten privaten Kreis eine Sonderauflage mit allen vier Teilen gemacht. Mehr ist im Moment nicht geplant, da müsste ich das Skript wieder stärker aufdröseln und bearbeiten und das passt im Moment dank Studium nicht in die Agenda.

 

Bist Du ein strukturierter Schreiber oder eher chaotisch? Plottest Du? Wenn ja, wie?

Ich schreibe eigentlich in einem Rutsch durch, dann steht das Grundgerüst, im zweiten Rutsch werden die nötigen Lücken gefüllt. Also so gesehen eher der strukturierte Schreiber. Aber ohne Plot. Ich schreib meistens darauf los, ohne Rücksicht auf Verluste.

 

Was sind denn Deine kommenden Projekte?

Kommendes Projekt bereits in Arbeit ist der Folgefehler, die Fortsetzung beziehungsweise Geschichte hinter dem Anfängerfehler. Ursprünglich war Anfängerfehler schon zweiteilig, das hat sich dann aber gut zu einem Werk gefunden. Folgefehler fängt all die Ideen auf, die in Anfängerfehler nicht mehr zum Einsatz gekommen sind.

 

Recherchierst Du intensiv?

Kommt auf das Thema an. Bei Anfängerfehler gab es einige Stellen gerade bei medizinischen Details, die ich so nicht parat hatte und erst mal nachlesen musste.

 

Gibt es bestimmte Rituale, die Du brauchst, um in den Schreibfluss zu kommen? Wenn ja, welche?

Rituale … ich liege meistens eigentlich auf dem Sofa und höre Musik, mehr brauche ich nicht zum Schreiben und damit klappt’s eigentlich immer.

 

Hast Du eine bestimmte Schreibzeit?

Nein, das geht bei mir zu jeder Tages- oder Nachtzeit.

 

Wenn Du vor die Wahl gestellt wirst – X oder schreiben … könntest Du das Schreiben lassen?

Wenn ich ne Idee im Kopf habe, dann ist sehr schwer, nicht sofort zu schreiben. Ich stehe zwei Mal im Jahr vor der Aufgabe, das Schreiben für knapp vier Wochen ruhen zu lassen – Prüfungszeit an der Uni. Und das ist manchmal alles andere als leicht zu schaukeln.

 

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Gute Frage, mehr aus Eigensinn. Ich dachte mir, ich probier’s einfach mal, so schwer kann das nicht sein.

 

Wenn Du Dir eine besondere Begabung aussuchen könntest, welche wäre das?

Schwer zu sagen, da muss ich mal nen Moment drüber nachdenken.

 

Wie kamst Du darauf, einen Thriller zu schreiben?

Das Genre war nie Ziel, ich hab erst hinterher überlegt, wo sich der Text einsortieren lässt.

 

Aber der Text war ja dann doch etwas anderes als die Reihe zuvor.

Ja, das stimmt. Ich wusste, dass Kein Weg Zurück offensichtliche Schwächen hat und hab mir dann überlegt, was ich besser oder anders machen könnte. Anfängerfehler ist so gesehen die „Aufarbeitung“ und Fehleranalyse von Kein Weg Zurück.

 

Hast Du ein Lieblingsschreibprogramm?

Anfängerfehler und Folgefehler in Patchwork, Kurzgeschichten etc. gehen in Word. Bin von Patchwork total begeistert, man kann sehr viel damit machen und ich kann meine Gedanken und Figuren ordentlich sortieren.

 

Was inspiriert Dich?

Meistens die Musik, aber auch einfache Beobachtungen im Alltag.

 

Hast Du eine Muse oder einen Musen?

Im Moment geht’s gut ohne.

 

Gibt’s denn einen infrage kommenden Musen?

Die bessere Hälfte ist gerade auf dem besten Weg.

 

Hebst Du Textschnipsel, die es ’nicht in den Roman schaffen‘ auf, oder löschst Du die komplett?

Ich speichere oft unterschiedliche Versionen, gerade wenn ich weiß, dass gerade eine große Streichaktion ansteht, dann sind die Szenen nicht dauerhaft verloren.

 

Bist Du genremäßig festgelegt? Gibt es ein Genre, das Du nicht schreiben würdest/könntest/wolltest?

Ich bin noch in der „Experimentierphase“, wenn ich das so ausdrücken darf. Kein Weg Zurück war ja mehr Liebe, Anfängerfehler eher Thriller … ich bin offen für alles, was kommt. Es gibt Ideen für eine Fantasy-Story, aber da hab ich noch nichts angefangen.

 

Welches Genre ist absolut Dein Ding? Das Aktuelle?

Ich fühle mich bei den Thrillern sehr wohl, muss ich sagen.

 

Was liest Du?

Ich lese privat so gut wie alles, schwerpunktmäßig aber Thriller und Krimis, Biografien …

 

Hast Du einen Traum, den Du Dir erfüllen möchtest? (Bestseller gilt nicht, den Traum haben wir alle)

Träume … im Moment plane ich etwas kurzfristiger … Bestseller wäre wahrscheinlich schon was …

 

Thema Werbung. Wie gehst Du vor?

Ich habe einige Blogger gefunden, die mein Buch vorstellen, dazu halt erweiterter Kreis mit persönlicher Werbung, Homepage, Facebook … ich experimentiere noch.

 

Kannst Du absehen, wann Du ca. die ersten 100.000 Bücher verkauft hast?

Im Moment nicht, habe auch noch keine Zahlen von BoD bekommen. Wenn’s soweit ist, poste ich es sofort und gebe ne Runde aus 

 

Gibt es etwas, worüber Du nicht schreiben würdest?

Exzessive Gewalt zum Beispiel, oder pure Erotik, um zwei Beispiele zu nennen.

 

Lesung – ja, nein, vielleicht?

Am Freitag (11.11.16)  gibt’s eine Lesung.

 

Deine erste?

Ich hab mit Kein Weg Zurück vor zwei Jahren schon Lesungen gehalten, also ist es so gesehen nur meine Premiere mit Anfängerfehler.

 

Bist Du eine ‚Rampensau‘ oder eher zurückhaltend, wenn man Dich auf die Leser loslässt?

Ich bin von Natur aus eher zurückhaltend, arbeite aber an mir.

 

Warst Du auf der Frankfurter Buchmesse? Wenn ja, welches war Dein bestes Erlebnis?

Nein, zur Messe habe ich es dank Studium nicht geschafft, mal sehen, vielleicht klappt’s nächstes Jahr.

 

Leipzig, Frankfurt oder Berlin?

Mal sehen, wie es sich zeitlich einrichten lässt. Ich hab bei allen ordentlich Anreise.

 

Hast Du Hobbys? Was machst Du außer Studium, wenn Du nicht schreibst?

Klavier spielen, Sport, Freunde …

 

Sind die Ostfriesenkrimis von Dir oder gibt es noch eine andere Schriftstellerin Andrea Klier?

Nein, das ist eine andere Schriftstellerin. Deswegen habe ich Anfängerfehler auch als A.R. Klier veröffentlicht, weil es in der Vergangenheit öfters zu Verwechslungen gekommen ist.

 

Dein Thriller – ist der nur aus der Sicht des (vermeintlichen?) Opfers? Oder zwingst Du den Leser auch in die Rolle des Jägers?

Der Jäger taucht in Anfängerfehler nur aus Sicht des Opfers auf, es gibt keinen zweiten Handlungsstrang, in dem man den Täter verfolgt. Das wird sich in Folgefehler etwas ändern.

 

Ist das das erste Mal, dass Du aus dieser Perspektive schreibst?

Kein Weg Zurück ist komplett aus der Ich-Perspektive geschrieben, Anfängerfehler nicht mehr.

 

Wirst Du von Deinem persönlichen Umfeld unterstützt oder eher belächelt?

Mittlerweile hat sich das eigentlich in Unterstützung umgewandelt. Anfangs war da schon Skepsis und ein Lächeln, mittlerweile ist es zum Alltag geworden und ich erfahre vom familiären Umfeld und den Freunden gute Unterstützung.

 

Welche Schauspieler könntest Du Dir für die Protagonisten in Anfängerfehler vorstellen?

Da gab’s noch keine Bewerber. Es gibt in diesem Fall kein optisches Vorbild, er existiert im Moment nur im Kopf.

 

Hast Du nach dem Studium einen Traumjob für Dich  ins Auge gefasst?

Ich bin mehr durch Zufall von der Medizin auf die Technik gekommen und entdecke das Gebiet komplett neu, ich bin gerade für so vieles zu begeistern, da hab ich noch keinen Traumjob gefunden. Wahrscheinlich wird sich das erst mit dem Master näher definieren.

 

Setzt Du Dir Ziele beim Schreiben? Anzahl Wörter oder Anschläge pro Tag?

Wenn ich in Word schreibe, versuche ich pro „Einheit“ so um die drei Seiten, aber wenn nicht ist es auch kein Drama. Meistens ist es aber eher der innere Antrieb, der mich auch schon mal eine ganze Nacht am Laptop wachgehalten hat, das waren dann gut 45.000 Zeichen, wenn ich mich recht erinnere. War nicht aufzuhalten, manchmal auch mehr Fluch als Segen. Folgefehler habe ich in diesem Schreibwahnsinn als Grundgerüst in weniger als einem Tag geschrieben.

 

Und was machst Du, wenn mal so gar nichts geht in Sachen Schreiben?

Einfach mal vorblättern und ein Stück weit lesen, dann klappt’s meistens wieder ganz gut mit dem Anschluss.

 

Wie kommst Du an Deine Cover?

Marke Eigenbau beziehungsweise über Freunde, die sich mehr damit auskennen. Anfängerfehler habe ich allerdings selbst verbrochen.

 

Lässt Du lektorieren?

Ich bezahle kein Lektorat, da bin ich seit dem Pseudoverlag ein gebranntes Kind. Ich lasse das Skript allerdings mehrmals durcharbeiten und finde auch selbst die meisten Probleme.  Vielleicht gehe ich es für Folgefehler auch wieder anders an, mal sehen.

 

Wieviel Zeit gibst Du Dir insgesamt für einen Roman? Von der Idee bis zur Veröffentlichung.

Anfängerfehler war von März bis Oktober, wobei da einige Pausen eingebaut waren, reine Arbeitszeit waren vermutlich weniger als zwei Monate.

 

Rezensionen – wichtig? Oder eher nicht?

Für mich persönlich wichtig, ich möchte wissen, wie mein Text bei Lesern ankommt oder was überhaupt nicht passt.

 

Wie gehst Du mit Kritik um?

Kommt immer auf den Tonfall an, in dem die Kritik rübergebracht wird
Grundsätzlich versuche ich aber, mich damit auseinanderzusetzen und daraus zu lernen.

 

Gab‘s schon mal was Peinliches beim Schreiben?

Nein, bisher noch nicht.

 

Was war Dein schönstes Erlebnis als Autorin?

Das prägendste Erlebnis war definitiv das erste gedruckte Buch, das ich in der Hand gehalten habe und meinen Namen darauf gelesen habe.

 

Eine Fee würde Dir drei Wünsche erfüllen.

Zeit, zusätzliche Hände und … viele Ideen.

 

Die Packeisfrage: Drei Dinge (keine Menschen) kannst Du mitnehmen. Was wäre das?

Mein Klavier, einen großen Stapel Papier und Stifte.

 

Wie sieht Dein Schreibplatz aus?

Gemütlich, ich schreibe inmitten einiger Kissen auf dem Sofa.

 

Wo spielen Deine Geschichten?

Grundsätzlich bevorzuge ich reale Orte. Anfängerfehler spielt beispielsweise in Hamburg und München.

 

Was bevorzugst Du als Leser? Print oder E-Books?

Print, auch wenn E-Books unterwegs manchmal deutlich leichter und praktischer wären, ich kann mich damit noch nicht anfreunden.

 

Vielen  Dank für Deine Zeit, Andrea. Alles Gute und viel Erfolg für Deine Bücher und natürlich fürs Studium.

 

Das Interview wurde am 07.11.2016 im Autoren_Netzwerk auf Facebook als offene Fragestunde geführt und kann hier nachgelesen werden.


Interview mit Mordsbuch

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten.

Ich freue mich, dass ich hier sein darf.

 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Andrea Klier und ich habe gerade unter dem Pseudonym A. R. Klier meinen ersten Krimi veröffentlicht. Im „richtigen Leben“ bin ich in einem Ingenieurstudiengang eingeschrieben.


Seit wann schreibst du?

Angefangen habe ich vor neun Jahren mit der Rohfassung von KEIN WEG ZURÜCK, an der habe ich gut vier Jahre gearbeitet. Währenddessen wurde ich auf den KWA Schülerliteraturwettbewerb aufmerksam und hab drei Mal mein Glück mit einer Kurzgeschichte versucht.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Schwer zu sagen, wie genau es dazu gekommen ist.

Ich bin ein Bücherwurm, der viel Zeit zwischen den Seiten verbringt. Irgendwann hat es dann Klick gemacht und ich dachte mir, so schwer kann das nicht sein, und hab einfach mal ins Blaue drauf los geschrieben.

 

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Da gab es keinen richtigen Zeitpunkt, es war mehr ein Prozess vom Bücherwurm zum Schreiberling.

Ich glaube, das erste Mal habe ich mich selbst als Autorin wahrgenommen, als ich mein erstes gedrucktes Buch in der Hand hatte.

 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Mein Debütroman KEIN WEG ZURÜCK Teil 1: Erinnerungen wurde 2014 veröffentlicht.
 

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ohne Recherche geht es nicht, bei Details gehe ich gerne auf Nummer sicher und lese nach, bevor ich später darüber stolpere.
Bei meinem aktuellen Werk ANFÄNGERFEHLER gab es zum Beispiel sehr viele medizinische Feinheiten, die ich so nicht parat hatte und erst mal ordentlich recherchieren musste.
 

Wo schreibst du am liebsten?

Definitiv auf dem Sofa am Laptop mit guter Musik im Hintergrund.
 

Hast Du ein festes Schreibritual?

Eigentlich nicht … wenn's mich in den Fingern juckt: Laptop an und in die Tasten gegriffen, bis die Idee auf Papier gebannt ist.
 

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Mein jüngstes Projekt ANFÄNGERFEHLER wurde gerade veröffentlicht, an der Fortsetzung arbeite ich bereits. Das Grundgerüst steht, jetzt muss es noch ausgeschmückt und mit Leben gefüllt werden.
 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Bewusst beeinflusst hat mich kein Autor, aber ich glaube, dass man unterbewusst etwas mitnimmt und in den eigenen Texten verarbeitet.
 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Ganz klarer Favorit: ILLUMINATI von Dan Brown oder Bücher von James Patterson, je nach Lust und Laune darf es aber auch eine Biografie oder etwas Lustiges sein
 

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Freizeit ist im Moment ein Fremdwort, mein Studium nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und die übrige Zeit verbringe ich meistens mit Schreiben.

In den Semesterferien aber bin ich gerne unterwegs und versuche, den Kopf einfach mal freizukriegen und durchzulüften, damit neue Ideen ihren Weg finden können.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Im Moment hab mir alle Wünsche soweit erfüllt, alles Weitere wird sich geben.
 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig, denn als Autor sieht man sein Werk mit anderen Augen und ist manchmal überrascht, dass Stellen ganz anders beim Leser ankommen als ursprünglich geplant oder gehofft
 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ich möchte mich bei allen Lesern bedanken, die mich bislang auf meinem Weg begleitet haben und hoffe, dass ich sie weiterhin mit meinen Büchern aus dem Alltag entführen kann.

 

 

erschienen am 06.10.2016 auf www.mordsbuch.net